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VHS Gessmann - Bibliodrama:Willst Du gesund werden?
[3-928524-20-]
34,80 €

Hans-Werner Gessmann - Psychodramatisches Arbeiten mit biblischen Texten, Farbe, VHS 60 Minuten

Dieser Film ist die erste und bislang einzige Verfilmung einer kompletten Bibliodrama-Arbeitseinheit.

Prof. Dr. Ferdinand Buer: "Wesentlich professioneller ist da schon der Videofilm - Willst du gesund werden - vom Institut Burg Bergerhausen gemacht. Als Nr. 7 einer Reihe verfügt das Institut auch über gewisse Erfahrungen: Angenehme Musik schafft die nötige Stimmung, Hans-Werner Gessmann spricht kurze Kommentare und Überleitungen aus dem Off.

... So dokumentiert der Film recht eindringlich, wie ein biblischer Text durch psychodramatsich gruppengerichtete Arbeit genutzt werden kann, um Gruppen- und individuelle Themen aufzugreifen und Selbsterfahrungsprozesse auszulösen. ... Mit diesem Film hat Hans-Werner Gessmann - wenigsten im deutschsprachigen Raum - durchaus Pionierarbeit geleistet."


Text:
Joh. 5, 1-9 nach der revidierten Fassung der Luther-Übersetzung.

Zunächst wird gezeigt, wie die beiden Leiterinnen Oki Leßmann und Elisabeth Hartmann eine Bibliodramasitzung vorbereiten. Dabei wird deutlich, dass die aktuelle Gruppensituation sie bei der Auswahl des biblischen Textes leitet.

In der Gruppensitzung erfragen die Leiterinnen den ersten Eindruck von der Geschichte, die allen Teilnehmer/innen vorher bekannt war. Schon hier wird das eigene Angesprochensein auf den Text hin deutlich. Die erste Erwärmung zum Text hin ist die Identifikation mit der Rolle Jesu auf dem Weg nach Jerusalem: "Es war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem..."

Die Teilnehmer/innen gehen durch den Raum, spüren das Hinaufziehen nach Jerusalem und das Innehalten und Herabgezogen werden zu den Gelähmten am Teich Bethesda nach. So erfassen sie bereits etwas von der Grundbewegung dieser Geschichte. Sie äußern ihre Empfindungen in der Jesus-Rolle.

Im anschließenden Gruppengespräch wird deutlich, wo der biblische Text bereits in ihre eigene Lebenssituation hineinreicht.

Jetzt erst wird der biblische Text durch die Leiterin gelesen und zur Identifikation mit den Gelähmten aufgefordert. Im Partnergespräch tauschen sich die Teilnehmer/innen über die Lähmungen in ihrem eigenen Leben aus. In der Gesamtrunde teilen sie sich ihre wichtigste Erfahrung mit. Nun kann der Text mit neuen Gefühlen gelesen werden. Dies geschieht reihum und in meditativer Weise. Jede/r stoppt an der Stelle, wo sie/er berührt ist.

Danach werden die Teilnehmer/innen in einer weiteren Erwärmung angeregt, zu einem Wort oder Satzteil eine Geste zu finden.

Diese stellen sie nacheinander dar. Jede Geste und Haltung wird von allen Teilnehmer/innen eingenommen, und die Empfindungen werden mitgeteilt. Jede/r erfährt so eine Verdichtung des eigenen momentanen Lebensthemas in Bezug zur Geschichte und konzentriert es auf ein Stichwort. Zu diesem Stichwort geschieht nun die Rollenfindung. Dabei kann sowohl eine Person, ein Gefühl oder ein Gegenstand gewählt werden.

Die Gruppe verwandelt in der Phantasie den Raum in die Gegend, in der die Geschichte spielt. Jede/r findet in der dann entstehenden Szene mit Hilfe weniger Requisiten ihren/seinen Platz.

Nun beginnt das Spiel, indem eine Leiterin die Protagonisten einzeln nach ihrem Ort, ihrer Befindlichkeit befragt. Die zweite Leiterin unterstützt und begleitet als Doppel die Protagonisten in ihren Rollen, die mit ihren Lebenssituationen verwickelt sind. Das Zusammenspiel im bibliodramatischen Prozess birgt eine Chance zur Veränderung. In der abschließenden Sharingrunde nennt jede/r ihre/seine Erfahrung und stellt einen Zusammenhang zwischen dem Gespielten und der eigenen Lebensgeschichte her.

Rollen im Spiel
Bärbel Sinsbeck: eine Geheilte
Michael Volz: ein Gelähmter
Marlies Koralewski: Jüngerin
Martin Letschert: ein Gelähmter
Inge Mertz: eine Gelähmte
Josef Dransfeld: der, der sagt: "Komm!"
Franz Dohmes: das Gefühl der Verzweiflung
Christel Nierstenhöfer: die, die erste Schritte macht

Dieses Produkt haben wir am Freitag, 16. Januar 2004 in unseren Katalog aufgenommen.
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