Kurt Guss - Lachende Gestalten Parerga und Paralipomena II

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Kurt Guss - Lachende Gestalten - Parerga und Paralipomena II

HEUREKA!
Schriften der Ostwestfalen-Akademie - Borgentreich 2014 - 2

Inhalt

  • Wo geht’s hier zum Bahnhof?
  • Die lustige Welt der Psychotherapie
  • Eine fleißige Studentin
  • Über tautologische Pleonasmen
  • Bunte Circusplakate
  • Lachen und Musik in der Manege
  • Hexenwahn
  • Heiteres Strafrecht – erster Streich
  • John Barleycorn
  • Der König und seine Narren
  • Nibelungenbande
  • Heiteres Strafrecht – zweiter Streich
  • Jury begeistert!
  • Die hohe Kunst der Schönfärberei
  • Frau Nimrods Mann
  • Heiteres Strafrecht – dritter Streich
  • Die zwölf echten Fischer
  • Figur-Grund-Ordnung im Club
  • Nero ist brandaktuell
  • Stilbrüche und Entgleisungen 3
  • Ein Bild von Greuze
  • Auf den Rahmen kommt es an!
  • Unternehmen Waldkapelle
  • Vis major – vis comica
  • Finale Didaktik
  • Wer zuletzt lacht
  • Verzeichnis der Quellen
  • Schriften zur Gestalttheorie
  • Lieferbare Werke von Kurt Guss

Von meinem akademischen Lehrer Wolfgang Metzger habe ich gelernt, die Welt mit seinem Auge, das heißt: mit dem Auge eines Gestalttheoretikers zu sehen. Dieses Auge war immer auf dem Sprung zu einem schelmischen Zwinkern und nicht selten glänzte es im göttlichen
Gelächter.

Der griechische Dichter Homer war blind und hatte infolgedessen nicht viel zu lachen. Dass er es dennoch getan hat, ließ sein Lachen
unsterblich werden: „Homer ist wenn man trotzdem lacht.“ Durch Lachen und Humor gewinnen wir heilsamen Abstand zu uns und zu
unserem Leben. „Das kann ja heiter werden“, sagen wir, wenn sich die Aussichten verfinstern, und sogar der schrecklichste Sündenfall
der Menschheit erscheint uns lustig, wenn wir ihn aus der Distanz des Zuschauers erleben können wie in den Filmsatiren „The great Dictator“
und „To be or not to be“. In Notgemeinschaften und Selbsthilfegruppenwird auffallend viel gelacht. Dieses läuternde Lachen entsteht
durch die Lust, die wir empfinden, wenn wir uns in anderenMenschen wiederentdecken. Wer in Selbsthilfegruppen von sich, von
seinen Gefühlen und seinen Problemen erzählt, der schafft eine Art Bühne, gewinnt Abstand, sieht sich mit den Augen des anderen, wird
sein eigener Zuschauer.

Ich eröffne den zweiten Teil meiner Parerga mit einer ausgeschmückten Version des Durchlaufwitzes, den man sich in Therapeutenkreisen
erzählt: Wo geht’s denn hier zum Bahnhof? Die Sprachglossen Eine fleißige Studentin, Jury begeistert und Nero ist brandaktuell hätten
meinem Gymnasiallehrer Dr. Brandl gefallen, der meine Liebe zur deutschen Sprache geweckt hat.5 Als ich vor etlichen Jahren dem Ministerialdirigenten Elmar Fischer von den „Unterrichtsblättern“ eine Aufsatzreihe mit dem Titel „Heiteres Strafrecht“ vorgeschlagen hatte,
konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, was ausgerechnet am Strafrecht erheiternd sein sollte. Nach der Lektüre von Hexenwahn,
Nibelungenbande und Frau Nimrods Mann konnte er es. Bunte Circusplakate laden ein, den Zauber der Manege zu genießen. Über
Dunst und Fusel spotte ich mit meinem Exfreund John Barleycorn. In das Zentrum meiner von Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt
Koffka gestalteten Heimat führen uns Die zwölf echten Fischer und Ein Bild von Greuze. Pädagogischer Eros und pädagogischer Unernst
vermischen sich im Unternehmen Waldkapelle. In meiner Finalen Didaktik sublimiere ich schließlich meine Erfahrungen als Hochschullehrer
und prüfe rechtsgutachterlich, ob der Schusswaffengebrauch in einer Lehrveranstaltung zulässig ist.

Borgentreich, 22. Februar 2014 Prof. Dr. mult. Kurt Guss

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